StartseiteBau-TippsWohn-TippsSpar-TippsWerbungPartnerKontaktLinksImpressum
Bau-info Bau-info Bau-info

  TV-Hersteller verschweigen Stromverbrauch

 

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) den Fernsehgeräteherstellern mangelnde Produktverantwortung vorgeworfen.

Viele der neuen LCD- und Plasma-Fernseher verbrauchten zu viel Strom und verursachten so unnötige Klimagasemissionen. Die Hersteller ließen zudem ihre Kunden im Unklaren darüber, wie hoch der Energieverbrauch der angebotenen Geräte sei.

 

Eine BUND-Analyse aktueller Verbraucherinformationen von 18 Elektronikfirmen ergab, dass viele Unternehmen den Stromverbrauch der von ihnen angebotenen Geräte unterschlagen. Sechs der Firmen erhielten deshalb die Note "mangelhaft". Bei Medion, Thomson und LG erhält der Kunde weder an deren Telefon-Hotline noch im Internet Auskünfte zum Stromverbrauch. Gute Noten bekamen nur Philips, Xoro und Sharp. Diese drei Firmen geben sowohl auf ihren Webseiten als auch über ihre Hotlines Informationen zum Stromverbrauch heraus. Der BUND hat die TV-Hersteller inzwischen aufgefordert, die Lücken bei der Kennzeichnung des Energiebedarfs ihrer Geräte zu schließen.

 

BUND-Geschäftsführer Gerhard Timm: "Für Fernseher muss es wie bei Waschmaschinen und Kühlschränken endlich ein Gesetz zur verbindlichen und leicht verständlichen Kennzeichnung geben. Der Kunde muss sofort erkennen können, ob sein neues Gerät Energie verschwendet und die Stromrechnung teurer macht oder ob es sparsam ist. Davon profitieren nicht nur Verbraucherinnen und Verbraucher, sie tragen mit dem Kauf sparsamer Geräte auch entscheidend zum Klimaschutz bei."

 

Im ersten Halbjahr 2006 wurden bereits doppelt so viele LCD- und Plasma-Fernseher verkauft wie im gesamten Vorjahr. Während einer angenommenen Nutzungsdauer von 15 Jahren verursacht ein Strom fressendes Gerät Stromkosten von mehr als tausend Euro, ein sparsamer Fernseher lediglich ein Viertel davon. Wenn sich die deutschen Haushalte innerhalb der nächsten zehn Jahre energieeffiziente Geräte zulegten, ließen sich rund fünf Millionen Tonnen des Klimagases Kohlendioxid vermeiden.

 


 

 

Quelle:

Dr. Franz Alt Journalist, D-76530 Baden-Baden

http://www.sonnenseite.com

franzalt@sonnenseite.com