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  Mit Sonnenwärme gegen explodierende Heizkosten

 

Mehrheit der Bundesbürger befürchtet steigende Öl- und Gaspreise zu Beginn der neuen Heizperiode.

 

Am 1. Oktober 2006 begann die neue Heizperiode. Nachdem Haushalte bereits in den letzten beiden Heizperioden jeweils rund 30 Prozent mehr für Wärme aus Gas oder Öl zahlen mussten, macht sich aktuell die Mehrheit der Bundesbürger Sorgen über weiter steigende Heizkosten in diesem Winter - so die Ergebnisse einer jetzt in Berlin vorgestellten repräsentativen forsa-Befragung. Die Meinungsforscher fanden auch heraus, dass gut zwei Drittel aller Bundesbürger die Investition in eine mit Erneuerbaren Energien betriebenen Heizungsanlage als wirkungsvollen Schutz vor steigenden Heizkosten ansehen. "Solaranlagen leisten einen wichtigen Beitrag zur Heizkostensenkung", sagt Carsten Körnig, Geschäftsführer vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW). So können mit kombinierten Wärmesystemen zur Warmwasserbereitung und Raumerwärmung im Zusammenhang mit einer Heizungsmodernisierung 30 bis 50 Prozent der Heizkosten eingespart werden. Langzeitspeicher und die Verwendung energiesparender Bau- und Dämmstoffe ermöglichen heute schon den Bau erschwinglicher Eigenheime, die ganz ohne Öl und Gas auskommen. "Die Zukunft gehört dem 100 Prozent solar-beheizten Haus", ist sich Körnig sicher.

 

Bei Solarwärmeanlagen fallen in der Regel zuerst höhere Investitionskosten an als bei konventionellen Systemen. Durch die Energieeinsparung sind sie bei weiter steigenden Heizkosten aber langfristig günstiger als Öl- und Gasheizungen. Die höheren Anfangsinvestitionen erklären, warum sich in diesem Jahr dennoch 'nur' jeder Fünfte Eigenheimbesitzer beim Heizungskauf für ein solares Kombigerät entscheidet. Die Bundesregierung sei daher gefordert, im Rahmen der laufenden Haushaltsverhandlungen den bestehenden Fördertopf deutlich aufzustocken und angesichts bestehender Haushaltsrestriktionen ein Wärmegesetz zu initiieren. Im Juni dieses Jahres waren die Fördermittel aus dem staatlichen Marktanreizprogramm für 2006 bereits erschöpft. Über 50.000 Antragsteller werden in diesem Jahr keine Förderung mehr erhalten.

 

"Verbraucher und Hersteller brauchen Planungssicherheit und deshalb eine Verstetigung der Marktbedingungen nach dem Vorbild des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) im Stromsektor", so Körnig weiter. Ein entsprechendes Wärmegesetz ermögliche ein kontinuierliches Marktwachstum unabhängig vom limitierenden Bundeshaushalt. Bis zu dessen Inkrafttreten müssten die bisherigen Fördertöpfe aus Haushaltsmitteln deutlich aufgestockt werden.

 

Solarenergie gilt heute Umfrage zu Folge als beliebteste Heizungsart der Deutschen. Maßgeblichen Anteil daran haben viele ehrenamtliche Initiativen, die sich auf lokaler und regionaler Ebene für ihre Einführung engagieren. Sie werden meist von Umwelt- und Solarvereinen, Vertretern der Kommune und des lokalen Handwerks getragen. Die Aktion WÄRME VON DER SONNE des BSW unterstützt 60 dieser Aktionsbündnisse bei ihrem Engagement vor Ort unter anderem mit umfangreichem Marketingmaterial.

Autor: BSW