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  Expertentipp zur energetischen Sanierung im Altbau


Zahlt sich eine energetische Sanierung für die eigene Immobilie aus? Und wenn ja, welche Dämmung ist empfehlenswert? Fragen, mit denen sich viele Hausbesitzer beschäftigen. Antworten gibt Dr. Wolfgang Setzler, Geschäftsführer des Fachverbandes Wärmedämm-Verbundsysteme (FV WDVS).

Was empfehlen Sie Eigentümern, die beim Thema Wärmedämmung unentschlossen sind?

- Meine Empfehlung lautet: Erfahrungen können nicht lügen. Man sollte sich bei Nachbarn erkundigen, wie diese vorgegangen sind. Man sollte Freunde und Verwandte fragen, die bereits ihr Haus gedämmt haben, wie zufrieden sie mit den Resultaten sind. Sie werden vermutlich bestätigen, was Fachleute mit theoretischen Berechnungen ebenfalls nachweisen: Eine energetische Sanierung macht sich durch eingesparte Heizkosten oft bereits nach wenigen Jahren bezahlt. Zufriedenheitswerte mit der Wärmedämmung von über 80 Prozent, die Umfragen unseres Verbandes unter Hauseigentümern ergeben haben, bestätigen dies ebenfalls.

Worauf kommt es bei der Umsetzung an?

- Der erste Schritt zu einer hochwertigen und langlebigen Wärmedämmung ist eine professionelle und gründliche Planung. Bevor sich Hausbesitzer für die erstbeste Lösung entscheiden, sollten sie einen unabhängigen, zertifizierten Energieberater einschalten. Dieser nimmt eine Bestandsaufnahme vor und kann einen individuell sinnvollen Sanierungsfahrplan erstellen.

Was hat es mit diesem Fahrplan auf sich?

- Wichtig ist es, Aufwand und Nutzen der verschiedenen Sanierungsmöglichkeiten abzuwägen und zunächst die Schwachstellen in der Gebäudehülle zu beseitigen, die für die größten Energieverluste verantwortlich sind. Wer verschiedene Maßnahmen - etwa den neuen Anstrich der Fassade und die Dämmung - zeitlich koppelt, spart bares Geld, die energetische Sanierung macht sich in noch kürzerer Zeit bezahlt. Die Dämmung sollte grundsätzlich durch erfahrene Fachhandwerker erfolgen. Hausbesitzer, die in Eigenregie die Fassade dämmen, holen sich durch eine fehlerhafte Ausführung oft gleich die Probleme von morgen ins Haus.

Modernisieren: Der Staat baut mit

(djd). Kaum einmal waren Modernisierungszinsen so günstig wie heute. Das macht eine Wärmedämmung noch lohnenswerter, zumal Hausbesitzer verschiedene Förderungen in Anspruch nehmen können. Zinsgünstige Darlehen der KfW Bank zählen ebenso dazu wie direkte Zuschüsse oder auch regionale Sonderprogramme von Ländern und Kommunen. Energieberater wissen, welche Fördertöpfe jeweils in Frage kommen. Einen ersten Überblick bietet zudem der Fördermittelrechner auf www.heizkosten-einsparen.de. Wenige Eingaben genügen, um eine individuelle Auswertung zu erhalten.