StartseiteBau-TippsWohn-TippsSpar-TippsWerbungPartnerKontaktLinksImpressum
Bau-info Bau-info Bau-info

  Staat beteiligt sich im neuen Jahr an Handwerkerrechnungen

Von 2006 an werden viele Arbeiten von der Steuer absetzbar. Da die Details noch unklar sind, gilt: Rechnungen aufheben.

 

Berlin · Wer im nächsten Jahr seine vier Wände renovieren und modernisieren will, darf sich schon jetzt freuen. Laut dem Koalitionsvertrag von CDU und SPD beteiligt sich der Fiskus künftig an privaten Ausgaben für "Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen" in Haus und Wohnung, also beispielsweise an Fliesen oder Parkett verlegen, Heizungs- oder Fenstereinbau und Wärmedämmung. Komplette An-, Neu- oder Ausbauten bleiben jedoch wohl ausgenommen. Ziel der Neuregelung: Bekämpfung der Schwarzarbeit und Stärkung des Handwerks.


Ein entsprechendes Gesetz zum Steuerrabatt dürfte aus Zeitnot voraussichtlich rückwirkend zum 1. Januar in Kraft treten. Das Verschieben geplanter Modernisierungsarbeiten ins nächste Jahr kann sich für Privatleute somit lohnen. Und wer gleich zu Jahresanfang die Handwerker im Haus hat, sollte auf alle Fälle die Rechnungen aufheben - auch wenn das Gesetz noch nicht unter Dach und Fach ist. Die vorläufige Faustregel könne eine Orientierung bieten: Wer Ausgaben für Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen hat, die mit dem Haus fest verbunden sind, kann solche Rechnungen ab 2006 mit seiner Steuererklärung beim Finanzamt einreichen. "Nicht gemeint ist also der Aufbau eines neuen Schranks, der Einbau einer neuen Heizung aber schon", so Ewald Rischer, Sprecher der Handwerkskammer für München und Oberbayern.


Experten erwarten, dass es den Steuervorteil auch für elektrische Installationen geben wird, für den Tür- oder Kücheneinbau, die Badmodernisierung, fürs Nachrüsten von Rollläden. Ausgeklammert bleiben dürften allerdings nach derzeitigem Stand sämtliche Anbauten wie Wintergärten oder Carports sowie Ausbauten von Dachgeschossen. Unklar ist noch, bis zu welchem Betrag die Bürger Handwerkerleistungen steuerlich geltend machen können.

 

In jedem Fall müssen Privatleute ab kommendem Jahr darauf achten, dass die Handwerkerrechnungen korrekt ausgestellt sind. Damit sie vom Finanzamt anerkannt werden, müssen Material-, Arbeits- und sonstige Kosten fein säuberlich getrennt aufgelistet sein. ap