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  Trockenfutter

 

 

Die sehen ein bisschen aus wie Trockenfutter. Die zylindrischen Stäbchen sind einen knappen halben Zentimeter dick und etwa fünf Zentimeter lang. Sie werden aus naturbelassenem Restholz wie Sägemehl, Hobelspänen oder Waldrestholz gepresst. Pellets werden im Gegensatz zu fossilen Energieträgern als CO-neutral bezeichnet. Das bedeutet, dass bei der Verbrennung genau die Menge an Kohlendioxid freigesetzt wird, die der Baum beim Wachsen aufgenommen hat. Die Künstlerin heizt seit fünf Jahren mit Pellets. „Das war eine emotionale Entscheidung“, sagt sie. Als sie sich für den Winter 2000 eine neue Heizung für ihr Atelier am Kölner Gottesweg anschaffen wollte, erzählte ihr ein Installateur von den hölnzernen Pellets. „Ich habe einmal eine Schreinerlehre gemacht, deswegen habe ich diese Variante bevorzugt.“ Das hat sie bis heute nicht bereut, im Gegenteil: „Bei den momentanen Gaspreisen bin ich froh über meine Pelletheizung.“ 500 Euro bezahlt Ellen Muck im Jahr, um das 240 Quadratmeter große Atelier zu erwärmen. „Ich heize aber nicht den ganzen Tag und immer nur ein paar Grad unter der üblichen Zimmertemperatur - sonst wäre es teurer“, sagt sie. Arbeit habe sie mit der Heizung kaum, die funktioniere wie jede moderne Anlage.

 

 

Die Pelletheizungen benötigen einen separaten Lagerraum. Im Atelier von Ellen Muck befindet der sich gleich neben dem Brennofen. Durch eine Klappe sieht man, dass der Raum einen Schrägboden hat und mit kleinen Holzpellets gefüllt ist - wie ein Futtersilo. Über eine Transportschnecke werden die Pellets nach Bedarf voll automatisch dem Brenner zugeführt. Einmal im Jahr kommt ein Lastwagen und bläst die Holzpellets durch zwei Öffnungen in den Lagerraum. Das reicht dann für einen warmen Winter.

Billig ist die Anschaffung dieses Systems jedoch zunächst nicht. Während eine neue Ölheizung für ein Einfamilienhaus mit einem Jahreswärmebedarf von 20 000 Kilowattstunden einschließlich Tank und Kaminausbau gut 9000 Euro kostet, sind es bei Holzpelletheizungen rund 15 000 Euro. Allerdings gibt es Fördergelder von Bund und Land, die sich auf mehr als 3000 Euro addieren können, sowie zinsgünstige Kredite von der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

 

 

Die höheren Investitionskosten amortisieren sich nach Angaben des Deutschen Energie-Pellet-Verbands (DEPV) binnen vier Jahren. Denn die Pellets sind bei gleichem Heizwert (zwei Kilogramm entsprechen einem Liter Öl) zurzeit etwa 40 Prozent günstiger als das Heizöl und sogar mehr als 50 Prozent günstiger als Erdgas, sagt die Verbandsvorsitzende Beate Schmidt. Während der Ölpreis nach oben schoss, ist der Preis je Tonne Holzstäbchen in den vergangenen Monaten von 180 auf unter 170 Euro gesunken. Wer mit Hilfe von Pellets die Wohnung wärme, könne inzwischen um die 700 Euro im Jahr an Brennstoffkosten einsparen, rechnet der Verband vor.

Bis Ende 2005 wird es laut Verbandsprognosen bundesweit knapp 40 000 Holzpelletheizungen geben - das wäre ein Plus von 30 Prozent gegenüber 2004. Der Marktanteil von bescheidenen zwei Prozent soll bis 2015 auf acht Prozent steigen.

 

 www.aktion-holzpellets.de


 

 

 

 

 

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