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Gewährleistung im Auge behalten

Mängel bei Hausbau umgehend melden

Oktober 2006 (LBS). Wer ein Haus baut oder eine neue Eigentumswohnung kauft, hat meist gut Lachen: Mögliche Mängel werden in der Regel im Rahmen der Gewährleistung abgestellt. Doch wenn die WC-Spülung streikt oder das neue Fenster nicht richtig schließt, gilt es ein paar Regeln zu beachten, betont die LBS West.

 

Auftretende Mängel sollten grundsätzlich zur besseren Dokumentation im Streitfall den beauftragten Bauträger oder Handwerksbetrieben schriftlich angezeigt werden. Innerhalb einer angemessenen Frist haben diese dann die Möglichkeit, den Mangel zu beheben. Zudem sollten Käufer bzw. Bauherren die Mängel umgehend melden – auch im eigenen Interesse, um weitergehende Schäden zu vermeiden.


Natürlich ist der Gewährleistungsanspruch nicht grenzenlos. Schon beim Kauf bzw. der Beauftragung sollte man eine fünfjährige Gewährleistungsfrist, wie sie das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) kennt, vereinbaren, rät die LBS West. Gerne wird in Verträgen die so genannte Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) mit zugrunde gelegt. Die VOB kennt jedoch im Punkte der Gewährleistung deutlich kürzere Laufzeiten als das BGB. In der Praxis wird die Gewährleistungsfrist für bestimmte Bauteile – etwa elektrische Motoren von Rollladen – aus pragmatischen Gründen gerne auf beispielsweise zwei Jahre befristet.

 

Vor Ablauf der Gewährleistungsfrist empfiehlt es sich, nochmals kritisch durch die eigenen vier Wände zu gehen, um etwaige Mängel oder Fehler zu dokumentieren und dem Bauträger oder Handwerksunternehmen anzuzeigen. Wenn es um das Entdecken geht, ist der Laie manchmal technisch überfordert. Professionelle Hilfe bieten hier Sachverständige. Deren Hilfe ist natürlich nicht umsonst, kann sich jedoch im Schadensfall auszahlen.

 

Für den Bau-Laien ist es jedoch nicht leicht, einen qualifizierten Sachverständigen zu finden, da der Begriff kaum geschützt ist. Wer hier auf Nummer sicher gehen will, sollte sich an einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen wenden. Diese gibt es für die unterschiedlichsten Fachbereiche. Die Bestellung solch qualifizierter Gutachter erfolgt etwa über die Ingenieurkammern oder die IHK. Der richtige Ansprechpartner rund ums Bauen ist etwa ein öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Schäden an Gebäuden.


Bei der Suche eines Gutachters hilft beispielsweise die örtliche IHK. Unter www.svv.ihk.de gibt es ein umfangreiches Verzeichnis qualifizierter Sachverständiger.

 

Gefunden bei: www.lbs.de/west/die-lbs/presse/regionale-pressemeldungen/info-dienst-bauen


 

 

 

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