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  Gestaltung des Kinderzimmers: Schadstoffemissionen aussperren



Anhand von zwei Muster-Kinderzimmern ermittelte eine Studie die Luftbelastungen durch Einrichtungen mit und ohne geprüfte Schadstoffemissionen.
Foto: djd/Sentinel Haus Institut GmbH

Gestaltung des Kinderzimmers: Schadstoffemissionen aussperren
Gesunde Kinderzimmereinrichtung muss nicht teuer sein

(mpt-12/300). Für ihren Nachwuchs wünschen sich Eltern nur das Beste. Das gilt auch für das eigene Reich der lieben Kleinen - das Kinderzimmer. Kuschelig und gemütlich soll es sein, praktisch, leicht zu reinigen und mit vielen Funktionen ausgestattet. Allerdings sind zahlreiche konventionelle Materialien und Einrichtungsgegenstände mehr mit Schadstoffen belastet, als viele vermuten. Das hat eine aktuelle Untersuchung gezeigt, die geprüft schadstoffarme Produkte und nicht geprüfte Materialien verglichen und genauen Messungen unterzogen hat. Die Studie wurde vom Sentinel Haus Institut und Partnerunternehmen im Kölner eco-Institut durchgeführt.

Kinderzimmervergleich: Schadstoffgeprüft versus ungeprüft

Im Rahmen der Untersuchung wurden zwei Muster-Kinderzimmer vergleichbar ausgestattet. In einem Zimmer kamen nur Putze und Farben, Böden und Möbel, textile Einrichtungen sowie Türen und Fenster zum Einsatz, die nicht auf Schadstoffe überprüft waren. Im anderen Testraum wurden nur Materialien eingesetzt, die als "geprüft schadstoffarm" ausgewiesen waren. Der Test erfolgte über einen Zeitraum von vier Wochen in den mit moderner Messtechnik ausgestatteten Räumen. Unter Bedingungen wie in der Realität wurden die Räume auch regelmäßig durchgelüftet. Gemessen wurden sogenannte VOCs, das sind flüchtige organische Verbindungen, die man in den meisten Lösemitteln findet, sowie das in höherer Dosierung als krebserregend angesehene Formaldehyd.

Schadstoffgeprüfte Produkte halten in der Regel, was sie versprechen

Laut den Messungen war das mit ungeprüften Produkten ausgestattete Kinderzimmer nach vier Wochen eigentlich nicht oder nur unter Vorbehalt bewohnbar. Gemessen wurde ein Summenwert von Lösungsmitteln in der Raumluft (der sogenannte TVOC), der weit höher lag, als es das Umweltbundesamt noch als tolerierbar betrachtet. Die gemessenen Konzentrationen von mehr als 3.000 Mikrogramm in einem Kubikmeter Luft bezeichnet das Umweltbundesamt als "hygienisch bedenklich". Im "ungeprüften" Raum stiegen die gemessenen Belastungen nach drei Tagen im Vergleich zum Raum mit schadstoffgeprüfter Einrichtung aufs Doppelte der Werte. Nach einer Woche kletterten sie aufs Zehnfache, und auch zum Abschluss des Messmonats lag der Schadstoffwert noch fast zehnmal höher.

Krankheitsrisiken durch bewusste Kaufentscheidungen minimieren

Da gerade die kleinsten Erdenbürger den größten Teil des Tages im Kinderzimmer verbringen, stellen zu hohe Schadstoffkonzentrationen eine besondere Belastung dar. Neurodermitis, ein höheres Risiko, an Allergien zu leiden, sowie vermehrte Atemwegprobleme: Diese gesundheitlichen Probleme drohen Kindern in vermehrtem Maße, wenn sie in der Zeit direkt nach der Geburt verstärkt mit den sogenannten VOCs konfrontiert waren. Das hat das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in verschiedenen Studien ermittelt, die jeweils über längere Zeiträume geführt wurden. Und bei Kindern von Müttern, die die Zeit ihrer Schwangerschaft in einer neu sanierten und eingerichteten Wohnung verbracht haben, stieg das Allergierisiko laut Studien sogar aufs Zehnfache an. Die Gesundheit beeinträchtigen können auch Strukturtapeten, Kinderspielsachen oder Böden aus dem Kunststoff PVC, der oft mit Weichmachern versetzt ist.

Mit geringem Mehraufwand in wohngesunder Umgebung aufwachsen

Wer seinen Kindern auch in puncto Wohngesundheit nur das Beste bieten möchte, muss dafür gar nicht so viel mehr Geld investieren. Denn ein erfreuliches Ergebnis zeigte die Sentinel-Haus-Studie auch: Die Preise für die im Test verwendeten Materialien und Einrichtungen mit Schadstoffprüfung lagen im Schnitt gerade mal zehn Prozent über denen von Produkten, die nicht schadstoffgeprüft waren. Den geringen Mehraufwand für ein gesundes Aufwachsen der Kinder sollten Eltern daher keinesfalls scheuen. Wer mehr über schadstoffgeprüfte Produkte erfahren möchte, findet im Internet ( www.sentinel-haus.eu ) alle Produkte, die in der Sentinel-Haus-Studie eingesetzt wurden, und weitere Tipps zum gesunden Wohnen, Leben und Einrichten.

Mehr Informationen gibt es unter www.sentinel-haus.eu im Internet.